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Dampfen mit Temperaturkontrolle

TC2
Tempetraturkontrolle X Cube 2

Ob die Temperaturkontrolle (TC = Temperatur Control) wirklich brauchbar ist oder nur eine nette Spielerei schauen wir uns mal etwas genauer an.
Jeder hat schon einmal davon gehört, oder auch selber schon probiert mit einer TC zu dampfen. Sehr viele Akkuträger haben diese Temperaturkontrolle bereits dabei und Akkuträger ohne Temperaturkontrolle sterben langsam aus. Alle Akkuträger mit einer Temperaturkontrolle können zumindest einen Draht im TC-Modus ansteuern und berechnen.
Berechnen? Ja, die Temperatur wird nicht gemessen, wie viele sich das vorstellen. Der spezielle Draht hat einen so genannten Temperaturkoeffizienten. Der Temperaturkoeffizient beschreibt die relative Veränderung der physikalischen Größe bei einer Änderung der Temperatur gegenüber einem vorher festgelegten Wert. So, dann wisst ihr nun alle, wie das Dampfen mit Temperaturkontrolle funktioniert und ich brauche nicht weiter schreiben! 😛

 

Drähte zum Dampfen mit Temperaturkontrolle

NI200 – Nickeldraht (wird von allen Mods mit TC unterstützt)
TI – Titandraht
SS – Edelstahldraht

 

Temperaturkontrolle – brauchbare Innovation oder nur eine technische Spielerei

Bei den meisten Akkuträger mit einer Temperaturkontrolle wird bei einem Verdampferwechsel, einem neuen Coil oder einer neuen Wicklung, der Widerstand noch vor dem ersten feuern eingeloggt. Möglichst nicht zu kalt und auch nicht zu warm. Zimmertemperatur ist genau richtig. Meistens gehen die Akkuträger dann von 20 Grad Celsius aus. Mit diesem Wert beginnt dann die Berechnung beim dampfen. Jedes Material verändert bei Erwärmung seinen elektrischen Widerstand, dieser wird in Ohm gemessen. Mit der Wärme verändert sich der Widerstand und daraus wird die Wärme an der Wicklung berechnet. Ist die vorher eingestellte Temperatur erreicht, regelt der Akkuträger die Leistung herunter. Im Display erscheint ein Symbol oder eine Schrift mit TC-Protection oder ähnlichem. Das ist kein Grund zur Sorge, auch wenn es erst einmal so aussieht. Die Temperaturkontrolle regelt das schon. 😉 

 

Temperaturkontrolle – was passiert genau beim Dampfen mit Temperaturkontrolle

Erst einmal wird der Widerstand (Ohm) im Akkuträger eingeloggt. Das geht bisher nur manuell, das bedeutet, Du musst das machen und das ist von Akkuträger zu Akkuträger unterschiedlich. Wie das genau geht, entnimmst Du bitte der beiliegenden Beschreibung Deines Akkuträgers.
Der Verdampfer ist befüllt, der Coil hat sich mit Liquid voll gesogen, die gewünschte Temperatur ist eingestellt und nun dampfen wir gemütlich. Der Akkuträger beginnt seinen Job, erwärmt die Wicklung und misst ständig den Widerstand. Mit zunehmender Wärme verändert sich der Widerstand und der Akkuträger berechnet anhand einer Formel die Wärme der Wicklung. Beim erreichen der eingestellten Temperatur regelt der Akkuträger die Leistung selbstständig herunter. Einige Akkuträger pulsen, das bedeutet, die Leistung geht gegen 0 und sinkt die berechnete Wärme wieder ein wenig, gibt er wieder Leistung auf die Wicklung. Das passiert so schnell, dass Du das gar nicht wirklich mit bekommst.

 

Temperaturkontrolle – wozu ist die Temperaturkontrolle zu gebrauchen?

Erst einmal überhitzt der Verdampferkopf oder die Wicklung nicht. Theoretisch sollten diese also eine längere Lebensdauer haben. Allerdings hängt die Lebensdauer auch vom Liquid ab. Richtig süße und auch dunkle Liquids setzen die Watte im Verdampferkopf schneller zu und dann fliest nicht mehr genug Liquid nach. Es kommt zu einem Liquidabriss und bei Verwendung der Temperaturkontrolle dampft es nicht mehr. Die Wicklung wird schnell sehr warm und der Akkuträger regelt sofort herunter, da das Liquid die Wicklung nicht kühlt. Genau das selbe passiert bei einem leeren Tank. Ohne Temperaturkontrolle würde der Verdampfer in beiden Fällen sofort kokeln und es würde richtig verbrannt schmecken.

 

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Temperaturkontrolle Test
Temperaturkontrolle – wie kann man eine TC testen?

Einstellbar ist bei den meisten Akkuträger eine Temperatur von 100° – 315° Celsius oder wahlweise 200° – 600° Fahrenheit. Der Widerstand im TC-Modus beträgt meistens 0,05 – 1,0 Ohm. Manche Akkuträger sind schon ziemlich genau, doch einige, meistens die älteren, schießen weit über das Ziel hinaus. Auch darfst Du nicht erwarten, das billige Noname Akkuträger eine perfekte TC haben, aber es gibt auch ganz gute Noname mit einer guten Temperaturkontrolle. Auf den meisten fertigen Coils stehen die Temperaturen zumindest drauf. Meistens zwischen 220 und 290 Grad Celsius.

Aber bei selber gewickelten Verdampfern ist die Temperatur nicht so festgelegt. Zum testen einer Temperaturkontrolle brauchst Du folgende Dinge.
Erst mal einen Selbstwickler. Dann etwas Draht aus NI200, den werden alle Akkuträger mit TC befeuern können. Natürlich geht so ein Test auch mit Edelstahl- und Titandraht, aber das muss Dein Akkuträger unterstützen. Du machst erst mal eine Wicklung und schraubst diese in den Verdampfer. Nun etwas Watte durch die Wicklung ziehen und trocken lassen. Für diesen Test brauchen wir unbedingt trockene Watte. Der Widerstand darf bei den meisten Akkuträgern 1 Ohm auf keinen Fall überschreiten, da sonst viele Akkuträger automatisch in den Wattmodus wechseln. Bei NI200 sind 1 Ohm allerdings sehr viele Windungen und die passen in keinen Verdampfer rein. Nun auf den Akkuträger geschraubt, Widerstand eingeloggt und 100° Celsius eingestellt. Feuer frei! Drei mal Feuern bis zur Zugbegrenzung, die liegt meistens so bei 10 Sekunden. Was sollte passieren? Nichts 😉
Die Watte ist immer noch weis und unversehrt. Dann ziehst Du die Watte etwas weiter und nimmst eine neue Stelle. Mach das selbe mit 150°, 200°, 220°, 250°. Irgendwann hat die Watte eine rehbraune Stelle von der Wicklung. Das ist dann die optimale Temperatur für diese Wicklung. Ist die Temperatur an der Wicklung zu hoch, wird die Watte schwarz oder brennt gleich weg. Mit Liquid kannst Du auch ein paar Grad höher gehen ohne das es kokelt. Das Liquid kühlt die Wicklung und die Airflow natürlich auch. Allerdings wird es dann bei einem Liquidabriss oder einem leeren Tank auch anfangen zu kokeln, wenn Du das nicht rechtzeitig bemerkst.

 

Temperaturkontrolle – Fazit

Gerade für neue Dampfer eine gute Innovation. Kein Dampfer muss mit einer Temperaturkontrolle Angst vor einen Dryhit bei einem Liquidabriss oder einem leeren Tank haben. Für langjährige Dampfer mit der entsprechenden Erfahrung wird es mehr eine technische Spielerei sein. Also ist es, wie bei Liquid und Aromen auch, wieder einmal eine reine Geschmacksfrage. Mit der Zeit lernt jeder Dampfer, wann er seine Dampfe wieder volltanken muss. Spätestens nach 2 bis 3 Dryhits lernt es bestimmt fast jeder. 😛 

 

Nun habe ich wieder einmal fertig für Heute 😉 
VAPE ON und immer eine Pfütze Liquid im Tank wünsche ich euch von ganzem Herzen.

Klaus Krüger

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